Ein paar Worte über Dich
Auf das Thema Familienmosaik, also auf nicht-leibliche Familien, habe ich eine ganz persönliche Perspektive, weil ich selbst und auch mein Bruder adoptiert worden sind. Unsere Eltern sind damit von Anfang an offen umgegangen, deshalb war es für mich immer etwas ganz normales.
Dein Leben vor FaMo?
Schon als ich selbst noch in dem Alter war, habe ich mich in der Jugendarbeit engagiert, zum Beispiel in unserer Gemeinde oder bei christlichen Freizeiten. Deshalb habe ich bei der Berufswahl auch das naheliegendste gewählt und auf Lehramt studiert. Im Referendariat an einer Hauptschule habe ich dann festgestellt, dass viele Schüler viel dringender soziale Unterstützung brauchten als Wissensvermittlung. Gerade das war aber in der Rolle als Lehrer an einer Schule nicht möglich, deshalb habe ich beschlossen, dass ich mir ein anderes Arbeitsfeld erschließen möchte.
Was machst Du bei FaMo?
Bei FaMo bin ich in der Einzelfallbetreuung, das heißt, ich kümmere mich um Kinder, die mit einer Gruppensituation überfordert sind. Dabei gebe ich, entsprechend meiner Ausbildung, Unterricht, aber betreue sie auch in der Freizeit pädagogisch. Das ist bei meiner Arbeit in den Ruhepuls-Veranstaltungen ähnlich: obwohl es ein Gruppen-Setting ist, können wir durch den hohen Betreuungsschlüssel auf jedes Kind individuell eingehen. Das ist im Klassenraum einer Schule mit 25-30 Kindern kaum einmal möglich.
Was macht für Dich die Arbeit bei FaMo so besonders?
Bei FaMo verstehen wir uns als Möglichmacher und Befähiger. Und das gilt auch für uns untereinander: wir haben ein sehr multiprofessionelles Team und jeder wird eingeladen, seine besonderen Stärken und Kompetenzen einzubringen. So haben wir ein breites Spektrum und finden für jedes Kind seine ganz individuelle Hilfe.
Wofür kannst Du Dich privat begeistern?
Für Kreativität, besonders in Foto- und Videografie. Ich liebe es kleine Momente festzuhalten, die man normalerweise verpasst, wenn man “nur” dabei war. Die Atmosphäre und Stimmung dabei einzufangen, ist immer wieder eine tolle Herausforderung.
Was ist Deine geheime Superpower?
Mein Glaube an Jesus. Das ist zwar nicht “meine” Power, aber er gibt mir immer wieder eine neue Perspektive auf Menschen. Das brauche ich besonders, wenn ich voreingenommen bin. Gott hilft mir, anderen auf Augenhöhe zu begegnen.


