Ein paar Worte über Dich
Ich lebe mit meiner Frau und unseren zwei Katzen in Wuppertal. Die Schwebebahn kann ich zwar nicht sehen, aber immerhin hören.
Dein Leben vor FaMo?
Keines. Mein Leben hat erst wirklich angefangen, als mich Nicole gefragt hat, ob ich zu FaMo komme. Nein, im Ernst: Ursprünglich wollte ich mal BWL oder Informatik studieren. Die Schulpraktika fürs Fach-Abi habe ich in China und Tschechien gemacht und dabei gemerkt, dass ich keinen reinen Bürojob möchte. Ich habe dann erst mal ein FSJ in einem Wuppertaler Brennpunkt gemacht. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen dort hat mich sehr beeindruckt, weil sie aufgrund Herkunft, Biographie oder Grunderkrankungen kaum Chancen in unserer Gesellschaft haben. Deshalb habe ich in Düsseldorf Sozialarbeit/Sozialpädagogik studiert.
Während des Studiums hatte ich verschiedene Jobs, einer davon führte mich in eine Wohngruppe für komplex traumatisierte Kinder. Dort war ich 6 ½ Jahre, also auch noch als ich mein Examen schon hatte, davon zwei als Pädagogische Leitung meiner Gruppe. Bei Martin Baierl habe ich die zweijährige Ausbildung zum Traumapädagogen und traumazentrierten Fachberater absolviert. Später habe ich bei einem anderen Träger die Arbeit mit Pflegefamilien kennengelernt. Bei einem Übergabe-HPG habe ich dann mitbekommen, wie FaMo arbeitet – der Rest ist Geschichte.
Was machst Du bei FaMo?
In erster Linie bin ich Fachberater, habe aber einen weiteren Schwerpunkt in der Traumaarbeit. Unter anderem biete ich einmal im Jahr eine mehrteilige Traumaschulung an, aber gebe ich auch individuelle Schulungen zu diesem Thema für Pflegeeltern, die erstmals ein Kind aufnehmen. Und im Rückgriff auf meinen früheren Berufswunsch kümmere ich mich noch um die IT von FaMo. Das betrifft die Mitarbeiter-Hardware, aber z.B. auch unser Raumbuchungssystem.
Was macht für Dich die Arbeit bei FaMo so besonders?
Wir haben die Freiheit, FaMo mitzugestalten. FaMo ist kein „fertiger“ Träger, sondern wird dauerhaft durch jeden von uns weiterentwickelt und weitergestaltet. Wenn uns der naheliegende Ansatz einmal nicht weiterbringt, bringt jede/r im Team seine/ihre Stärken ein, wodurch wir auf wirklich viele spannende Expertisen und Fähigkeiten zurückgreifen können. Und daraus entstehen dann ständig neue Ideen und Projekte.
Wofür kannst Du Dich privat begeistern?
Wenn mich ein Thema interessiert, fuchse ich mich total rein, auch wenn es reine Sidefacts sind. Deswegen überrasche ich Menschen manchmal mit Wissen aus absoluten Nischenthemen. Außerdem bin ich ein Kaffee-Nerd – und das ist natürlich kein unwichtiges Spaßthema!
Was ist Deine geheime Superpower?
Mein Glaube, auch wenn es nicht meine eigene Kraft ist, die da wirkt. Ich glaube, dass Gebet Dinge verändern kann. Aber der Glaube gibt mir oft auch neue Perspektiven auf Situationen und Menschen und die innere Ruhe, um mit herausfordernden Situationen umzugehen.


