Ein paar Worte über Dich

Ich habe selbst drei Adoptiv- und Pflegekinder. Vor etlichen Jahren habe ich als Ergotherapeutin (dazu gleich mehr) in einem Kinderhospiz gearbeitet und bin dadurch auch in Kontakt mit einer Einrichtung gekommen, die Pflegeeltern suchte. Mittlerweile ist mein ältestes Kind achtzehn und hat eine Ausbildung angefangen.

Dein Leben vor FaMo?

Nach dem Schulabschluss musste ich auf meinen Ausbildungsplatz als Ergotherapeutin warten und habe in diesen drei Jahren in der Reha-Klinik, in der Neurologie für Schlaganfallpatienten, in der Psychiatrie und im Altenheim gearbeitet. Insofern war diese Wartezeit eine prägende Zeit. Als fertige Ergotherapeutin habe ich zunächst in einer Praxis gearbeitet und spätestens da meine Liebe für die Arbeit mit Kindern entdeckt. Ich habe ganz viele Weiterbildungen gemacht, unter anderem den Fachtherapeuten Sensorische Integration, und mich nach drei Jahren selbständig gemacht. Das habe ich 18 Jahre gemacht und parallel an einer Ergotherapieschule unterrichtet. Irgendwann war ich mit dieser Rolle in unserem Gesundheitssystem unzufrieden, habe die Praxis aufgegeben und angefangen Soziale Arbeit zu studieren. FaMo war ursprünglich unser Träger als Pflegeeltern, aber inzwischen habe ich mir „bei Nicole meinen Job erquatscht“, wie ich immer sage.

Was machst Du bei FaMo?

Den Schritt von der FaMo-Pflegemutter zur FaMo-Mitarbeiterin kam über das ErgoCoaching, also unser eigenes Konzept, den Eltern ergotherapeutisches Wissen an die Hand zu geben, mit dem sie mit ihren Pflegekindern arbeiten können. Inzwischen arbeite ich auch als Fachberatung, mache Elternseminare zu verschiedenen Themen und leite eines unserer beiden Fachberater-Teams.

Was macht für Dich die Arbeit bei FaMo so besonders?

Der Mut, den FaMo bei seiner Arbeit an den Tag legt. Das gilt für innovative Konzepte, große Projekte und durchaus auch, wenn es für ein Kind zu kämpfen gilt.

Wofür kannst Du Dich privat begeistern?

Für meine Familie. Wenn ich ein wenig mehr freie Zeit hätte, könnte ich außerdem öfter kreativ sein und malen, zeichnen, drucken oder auch nähen, aber dazu komme ich leider viel zu selten.

Was ist Deine geheime Superpower?

Ich bin eine tolle Übersetzerin Kind-Erwachsener, Erwachsener-Kind! Das musste ich mir auch erst erarbeiten, aber jetzt ist es definitiv eine Superpower.

Nadine Wöhler