Atempause –
Entlastung für Pflegeeltern
Das Leben mit einem Pflegekind ist eine bereichernde Erfahrung, aber auch Pflegeeltern brauchen einmal Zeit für sich, denn nur wer auf sich selbst achtgibt, hat auch Kraft für andere.
Unser Angebot Atempause bietet unseren FaMo-Familien Entlastungszeiten von zwei bis sechs Tagen, die dem Pflegekind genauso guttun wie den Pflegeeltern. Unser pädagogisches Konzept ist darauf ausgerichtet, die Zeit außerhalb des gewohnten familiären Settings aktiv zu nutzen, um Unabhängigkeit, Selbstbewusstsein und Resilienz der Kinder zu fördern. Unter fachkundiger Betreuung, mit kleinem Personalschlüssel und passgenauen, individuellen Angeboten, denn wir kennen jedes einzelne unserer FaMo-Pflegekinder genau und wissen, was sie brauchen.
In unserer FaMo-Villa in Rösrath haben wir viel Platz drinnen und draußen. Mit hochwertiger, sinnvoller Ausstattung, vom Sandkasten bis zum ebenerdigen Riesentrampolin. Wenn aber ein anderes Setting gebraucht wird oder wir spezielle Pflegebedarfe nicht erfüllen können, dann geht es eben auf den Bauernhof, ans Meer oder zu einer unserer ausgesuchten Partnereinrichtungen.
Die nächsten geplanten Termine finden Sie in unserem Mitgliederbereich FaMo intern. Ihr Fachberater bespricht gerne mit Ihnen, von welchen Angeboten Ihr Pflegekind am meisten profitiert und in welcher Gruppenkonstellation es sich wohlfühlen wird. Und natürlich, was Sie nötig haben, um mal wieder zu Atem kommen.
Patenfamilien –
die FaMo-Verwandten
Leibliche Familien finden oftmals viel Unterstützung durch Verwandte, die sich gelegentlich um die Kinder kümmern. Ob Großeltern, Onkel, Tanten oder eben die eigentlich nicht verwandten Paten – es ist gut, wenn man ab und zu einen Plan B hat. In Pflegefamilien fehlt solche Hilfe oft, etwa weil die Verwandten keine solche Bindung zu den Pflegekindern haben oder sich mit deren Besonderheiten überfordert fühlen.
Hier setzen die Patenfamilien an, die Pflegefamilien unterstützend begleiten. Zusätzlich zur Entlastung für die Pflegeeltern bieten sie dem Pflegekind einen erweiterten familiären Rahmen, in dem es sich eingebettet fühlt. So kann nicht nur die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erweitert, es können auch Krisensituationen in der Pflegefamilie aufgefangen werden. Für das Pflegekind steht dadurch ein gewohntes Umfeld bereit, wenn es in der Pflegefamilie mal eng wird.
Die FaMo-Nannys –
nie wieder Babysitter suchen
Auch Pflegeltern möchten einmal ins Kino oder Restaurant gehen. Dafür müssen unsere Pflegekinder nicht anderswo übernachten, ein paar Stunden genügen ja schon. FaMo hat eigene Kräfte, denen sie beruhigt Haus und Kind anvertrauen können: vertrauenswürdig, kompetent und zugewandt.
Ruhepuls –
komm erst mal runter
Unser Angebot Ruhepuls ist eine intensivpädagogische Maßnahme mit 1:1-Betreuung für Problemstellungen, die besser außerhalb der Pflegefamilie angegangen werden sollten. Das kann eine akute Krisensituation sein, aber beispielsweise auch ein köchelnder Konflikt in der Familie, der die Entspannung nicht zulässt, die es zu seiner Lösung bräuchte. Um hier pädagogisch voranzukommen, muss das Pflegekind erst einmal auf Ruhepuls kommen.
Hier setzt FaMo an, und zwar so, wie es das Kind gerade in dieser Situation braucht. Mit klaren pädagogischen Zielvorgaben, aber viel Freiheit in der Ausgestaltung der Hilfe können unsere Fachkräfte als bekannte, aber außerhalb der Pflegefamilie stehende Person ohne Vorbelastung mit dem Kind arbeiten. Das kann eine Reise zu zweit im FaMo-Wohnmobil sein oder auch ein Gruppenerlebnis mit Kindern in ähnlicher Lage – jedoch auch hier co-reguliert durch die 1:1-Betreuung, die soziale Erfahrungen ohne ein gegenseitiges Hochschaukeln ermöglicht.
Die fokussierte Beobachtung der Kinder und die intensive Arbeit mit ihnen ermöglichen es uns, neben der unmittelbaren pädagogischen Wirkung, den Pflegeeltern wertvolle Hinweise für das Zusammenleben innerhalb der Familie zu geben. Und nicht zuletzt konnten wir so schon oft Krisen entschärfen, die sonst als letzte Konsequenz eine Inobhutnahme erfordert hätten.

