Liebe Pflegeeltern,

um ein herausforderndes Pflegeverhältnis zu stabilisieren ist kaum etwas so wichtig wie spürbare Entlastung. Oder, gesagt wie normale Menschen: wenn Pflegeeltern nicht mehr können, geht es nicht mehr weiter. Diese Entlastung bereitstellen zu können ist eines unserer Hauptanliegen. Weil Pflegeeltern sie verdienen und brauchen, und weil sie letztendlich auch dem Pflegekind zugutekommt.

Um sie anbieten zu können müssen wir sie natürlich zunächst erfolgreich beantragen. Das ist uns in der Vergangenheit mit mal mehr, mal weniger Überzeugungsarbeit gelungen. Denn wir kennen die Bedarfe unserer Pflegeeltern ganz genau, die Kostenträger aber naturgemäß nicht. Um diesen objektiv und effizient darstellen zu können, was im jeweiligen Einzelfall gebraucht wird, haben wir jetzt ein neues Werkzeug in unserer Kiste. Es trägt den reichlich sperrigen Namen „Eltern Belastungs Inventar“, aber Freunde dürfen EBI zu ihm sagen.

Dahinter verbirgt sich ein standardisierter Fragebogen, mit dem wir objektiv belegen können, welcher Entlastungsbedarf besteht. Dadurch haben wir es leichter bei der Antragstellung, aber können später auch nachvollziehen, ob die Entlastung wirksam war. Denn verständlicherweise fällt es einem Kostenträger leichter, neue Entlastungen zu genehmigen, wenn die alten nachweislich etwas gebracht haben.

Wenn also bei Ihrer Fachberatung demnächst von EBI die Rede sein sollte, ist das weder eine neue Mitarbeiterin noch überbordende Bürokratie, sondern ein weiteres Hilfsmittel, um Ihnen die Entlastung zu verschaffen, die sie brauchen.

Und wer weiß, vielleicht hilft EBI Ihnen sogar, ein bisschen besser auf sich selbst zu schauen. Wir alle neigen ja manchmal dazu, vor lauter „Zusammenreißen“ und „nicht Anstellen“ zu übersehen,  was gut und notwendig für uns wäre.

Mit herzlichen Grüßen
Leo vom FaMo-Team